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BeitragVerfasst: So 10. Apr 2022, 00:57 
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Zum BeitragFlugufrelsarinn hat geschrieben:
Der Bericht vom IPCC kam ja erst vor kurzem raus.
Eigentlich kann man nur noch weinen, bzw. lachen und dem Ende entgegen sehen. Bin sehr froh, dass wir keine Kinder haben.


Margareth Thatcher hat 1989 in der UNO vor dem Schlamasel gewarnt.


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BeitragVerfasst: So 10. Apr 2022, 01:20 
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Zum BeitragLeaa hat geschrieben:
Margareth Thatcher hat 1989 in der UNO vor dem Schlamasel gewarnt.
An den Klimawandel zu glauben war Thatchers einzige positive Eigenschaft, wirkt für sie fast schon out of character.
Das hat aber auch ein bisschen was mit der heutigen Sicht auf den Klimawandel zu tun; das Thema ist ja heutzutage hochgradig partisan, obwohl das offensichtlich keinen Sinn macht. Wenn jemand, der sich im politischen Spektrum rechts befindet, an den Klimawandel glaubt und dagegen auch tatsächlich was tun möchte, sticht der raus wie ein bunter Hund; wird von seiner eigenen Seite teilweise sogar attackiert. Ich nehm Schwarzenegger hier ja immer ganz gerne als Beispiel. Der wird auch nicht müde zu betonen, dass die Problematik einfach nonpartisan, d.h. überparteilich, betrachtet werden sollte.
Wird aber niemals passieren; zu viele Industrien stecken hierfür zu viele Lobbygelder in konservative Parteien.

Über Thatcher wird manchmal gesagt, dass sie der erste Mainstream-Politiker war, der konkret vor dem Klimawandel gewarnt hat - macht wenig Sinn; Al Gore hat damit schon Mitte der 70er angefangen und sich damit extremen Wellen an jahrelangem Spott und Hohn ausgesetzt.
Ich bleibe weiterhin dabei - Der Moment Ende 2000, als Bush Jr. den Wahlsieg von Al Gore gestohlen hat, war rückblickend für die gesamte Menschheit ein signifikanter Wendepunkt. An dem Punkt gab es die wirklich greifbare Möglichkeit, einen völlig anderen Weg in die Zukunft zu gehen - fand nicht statt, alles danach war ne eingeölte Wasserrutsche in Richtung des "40 years of blah blah blah", an dem wir jetzt angekommen sind.
Zum BeitragFlugufrelsarinn hat geschrieben:
Bin sehr froh, dass wir keine Kinder haben.
An dem Kinder-Thema kann man echt gut sehen, wie viele Leute, auch solche die generell den Klimawandel nicht leugnen, das Konzept weiterhin nicht tatsächlich verstanden haben.
Das ist wie mit Rauchern, die zwar offensichtlich über die Info verfügen dass Rauchen theoretisch Krebs verursachen kann, die sind ja nicht dämlich - aber wenn es dann wirklich passiert, ist das nochmal was ganz anderes. Die theoretische Idee war vage irgendwo da, aber wirklich damit gerechnet hat man nicht, obwohl man das offensichtlich, hätte man es tatsächlich verstanden, hätte tun sollen.
Das ist der Unterschied dazwischen etwas zu wissen und etwas zu verstehen; klingt merkwürdig, aber die Bedeutung sollte klar sein. Wer aktuell ganz normal Kinder und alles plant und kriegt, weiß zwar vielleicht um den Klimawandel, aber hat nicht tatsächlich und greifbar verstanden, was in den nächsten paar Jahrzehnten so alles passieren wird.
Aber ich denke, das liegt auch ein bisschen daran, dass wir momentan noch immer so semi-normal weiterleben, einfach weil wir es noch können. Gefühlsmäßig wird alles für immer einfach so weitergehen wie es bisher lief, wir kriegen Enkel die ihr Leben genauso abspulen werden wie unsere Großeltern, gehen zur Schule, arbeiten, heiraten, kriegen Kinder, kriegen selber Enkel... so lief es ja seit vielen Generationen.

Das Ausmaß dessen wird ja auf recht lustige Art klar, wenn man sich anschaut, dass Kinder im Kindergarten und in der Grundschule noch immer ganz normal die vier Jahreszeiten und ihren Platz im Jahr lernen wie ich damals in den 90ern - obwohl das mit der Realität nur noch peripher was zu tun hat. Wir halten uns da einfach schreiend die Ohren zu, bis zum bitteren Ende. Das ist ja ne sehr greifbare Folge des Klimawandels, die jeder in meinem Alter aktiv miterlebt hat.
Auch die Frage "Wann hast du zuletzt einen Schmetterling gesehen" ist recht brauchbar, um viele Leute zu verblüffen. Man denkt drüber nach und stellt fest, dass es früher wirklich deutlich mehr waren. Nicht nur gefühlt - in meiner Kindheit gab es in Europa doppelt so viele heimische Schmetterling-Arten wie heute. 80% der noch übrigen Arten werden in den nächsten Jahren auch noch verschwinden. Betrifft offensichtlich alle Insekten-Arten, aber Schmetterlinge funktionieren hierfür am besten.

Gesellschaftliche Zusammenbrüche sind historisch meistens recht plötzlich passiert; viele Überlende solcher Ereignisse bestätigen das. Von einem Monat auf den anderen ist die Normalität einfach weg, kaum bis keine Eingewöhnungszeit.
Man soll ja aber nicht komplett pessimistisch sein; wir sind aktuell theoretisch noch immer in der Lage den Klimawandel hart zu bremsen - da wir viele Jahre an Aktion versäumt haben, müssten wir dafür halt für einige Zeit ein bisschen was an Lebensqualität hergeben. Das geht dann auch über etwas teureres Benzin raus.
Vielleicht funktionieren ja die FDP-Pläne, den Markt machen zu lassen was er will, weil das dann schon irgendwie in Richtung Klimaschutz gehen wird.

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BeitragVerfasst: So 10. Apr 2022, 22:26 
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Zum BeitragLeaa hat geschrieben:
Margareth Thatcher hat 1989 in der UNO vor dem Schlamasel gewarnt.


Bereits 1975(!) gab es wirtschaftswissenschaftliche Studien, in der die Klimaerwärmung um 2 Grad und deren Folgen (Wirbelstürme, Hitzewellen, Wassermangel, Dürrekatastrophen, Überschwemmungen usw.) ausführlich behandelt wurden.

Zwar hatte man damals noch nicht die Leistungsfähigkeit der Computer wie heute, aber auch damals schon waren die Indizien erdrückend, dass der menschengemachte CO2-Ausstoß den Treibhauseffekt anheizt.

Russland hatte damals zahlreiche Sonden zur Venus geschickt und durch den CO2-Gehalt von 96 % in der Venusatmosphäre konnte man den Treibhauseffekt sehr gut analysieren. Hätte die Erde wie die Venus ebenfalls einen CO2-Gehalt von 96 %, dann betrüge die Temperatur auf der Erde ca. 250 Grad. Ohne CO2 läge sie bei ca. -18 Grad; heute liegen wir etwa bei 15 Grad.

Damals war die Raumfahrt sehr beliebt, fast im Jahresabstand flogen die Sonden zur Venus. Heute ist das alles extrem eingeschlafen. Heute fließen viel mehr Gelder in die Entwicklung von neuen Waffensystemen.


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BeitragVerfasst: Mo 11. Apr 2022, 02:02 
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Zum BeitragThomasK hat geschrieben:
Bereits 1975(!) gab es wirtschaftswissenschaftliche Studien, in der die Klimaerwärmung um 2 Grad und deren Folgen (Wirbelstürme, Hitzewellen, Wassermangel, Dürrekatastrophen, Überschwemmungen usw.) ausführlich behandelt wurden.
Wir wissen mittlerweile ja schon seit ein paar Jahren, dass die großen Ölkonzerne usw. durch ihre internen Forschungen bereits seit den 70ern sehr genau und detailliert über den Klimawandel Bescheid wussten - und dann quasi jahrzehntelang Lobby und Schmierkampagnen gegen Umweltschützer betrieben haben, um diese Erkenntnisse und ähnliche Studien nicht an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen. Das klingt wie ne absurde Verschwörungstheorie, aber es ist einfach unregulierter Kapitalismus.
https://www.theguardian.com/environment ... nvironment
In den Jahrzehnten vorher gab es ja ähnliche Abläufe mit den Tabakkonzernen und Studien übers Rauchen - die Zigarettenfirmen wussten als allererste genau um die gesundheitlichen Schäden des Rauchens Bescheid, aber haben intensiv Lobby betrieben um Studien hierzu von der Öffentlichkeit fernzuhalten. In einer Oligarchie gibt es keine freie Wissenschaft.

For decades, the country’s leading oil and gas companies have understood the science of climate change and the dangers posed by fossil fuels. Year after year, top executives heard it from their own scientists whose warnings were explicit and often dire.
In 1979, an Exxon study said that burning fossil fuels “will cause dramatic environmental effects” in the coming decades.
“The potential problem is great and urgent,” it concluded.
But instead of heeding the evidence of the research they were funding, major oil firms worked together to bury the findings and manufacture a counter narrative to undermine the growing scientific consensus around climate science. The fossil fuel industry’s campaign to create uncertainty paid off for decades by muddying public understanding of the growing dangers from global heating and stalling political action.


Gerade der letzte Punkt ist relevant; die Nachwirkungen sind ja weiterhin gesellschaftlich spürbar. Dieses bewusst erzeugte "Klimaschützer sind Witzfiguren die keiner ernst nehmen kann" (Siehe auch wieder Al Gore) hallt noch immer intensiv nach. Je älter die Generation ist, desto häufiger findet man Leute, die die kapitalistische Lobby-Propaganda aus den 70ern (und bis heute) niemals wieder verlernen werden.

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BeitragVerfasst: Fr 29. Apr 2022, 22:38 
Prinzessin Lillifee
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Nun mit der Erwähnung das Nuklear nicht vom Tisch ist und das engagierte Teaching der Ukrainer auf EU Böden wird sich das Thema Klima zwar nicht ergeben aber eventuell werden wir es nicht mehr erleben.

Bezgl Klima ist der Zug eh abgefahren. Die vorsichtige Aussage das 2 Grad Erwährumg eher zu erwarten sind ist eher eine Beschwichtingung der Leut.


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BeitragVerfasst: Mo 20. Jun 2022, 03:36 
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Unprecedented heatwave cooks western Europe, with temperatures hitting 43 degrees Celsius
“As a result of climate change, heatwaves are starting earlier,” said Clare Nullis, a spokeswoman for the World Meteorological Organisation in Geneva.
“What we’re witnessing today is unfortunately a foretaste of the future," she added.

https://www.euronews.com/2022/06/18/unp ... itting-43c

Wir reden hier von Frankreich und so; das sind Temperaturen, die für alte und kranke Leute tödlich sein können. In Spanien verbrennen grad die Ernten.

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BeitragVerfasst: Di 21. Jun 2022, 08:34 
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Bei uns waren es dann gestern 20 Grad weniger als am Sonntag.
Die Situation ist einfach nur noch angsteinflößend, aber gefühlt kann man nichts machen. Was für einen Einfluss hat man denn überhaupt als einzelner? Welchen Einfluss haben Staaten, die seit Jahrzehnten irgendwelche Ziele für "in 20 Jahren oder so, wann anders halt" festlegen?

Eigentlich stellt sich nur noch die Frage, wie man seine letzten Jahre auf dem postapokalyptischem brennenden Feuerball leben möchte.

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BeitragVerfasst: Do 23. Jun 2022, 00:13 
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Minibildchen

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Flugufrelsarinn hat geschrieben:
Welchen Einfluss haben Staaten, die seit Jahrzehnten irgendwelche Ziele für "in 20 Jahren oder so, wann anders halt" festlegen?
Klingt platt das so zu sagen, aber wenn wir aktuell statt der FDP die Linkspartei in der Bundesregierung hätten, wäre diverser Kram jetzt bereits durchgesetzt worden. Die FDP arbeitet ja wirklich sehr aktiv und erfolgreich gegen Zeug wie das Verbrennerverbot und den Braunkohle-Ausstieg. Auch gegen kleineren Kram wie das Tempolimit. Grüne und SPD sind zwar prinzipiell theoretisch für Klimaschutz, aber halt nicht ernsthaft genug, als dass die nicht sofort nen Bückling und Rückzieher machen würden, wenn irgendwer eventuell ein Veto haben könnte. Man findet ja sicher irgendeinen Kompromiss. Ergo passiert halt überhaupt nichts und es wird auch weiterhin nichts passieren.

Und der Unterschied ist ja durchaus nicht irrelevant; gerade bei der Braunkohleförderung zum Beispiel, mit der wir jetzt halt noch deutlich (!) länger fahren werden als wir in dieser alternativen Realität würden, ist Deutschland ja weltweiter Spitzenreiter. Und Braunkohle ist halt der klimaschädlichste Energieträger der auf der Welt benutzt wird. Und Habeck fährt jetzt aktuell ja sogar bereits stillgelegte Braunkohle-Blöcke wieder hoch. Absolut bizarr halt.
Flugufrelsarinn hat geschrieben:
Eigentlich stellt sich nur noch die Frage, wie man seine letzten Jahre auf dem postapokalyptischem brennenden Feuerball leben möchte.
Die Menschheit wird auch mit der Klimakatastrophe noch ne ganze Weile überleben; wir schauen eher auf den Untergang der Zivilisation voraus als auf den der Menschheit.

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Männlich 
BeitragVerfasst: Do 28. Jul 2022, 12:48 
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Im Alpinforum haben wir aktuell eine sehr lebhafte Diskussion, an der ich mich auch beteilige, über die Klimaerwärmung.

Was momentan im Hochgebirge abgeht, ist der absolute Wahnsinn.

Als ich letzte Woche auf dem Kitzsteinhorn war, war ich entsetzt, wie stark der Gletscher seit meinem letzten Besuch inzwischen abgeschmolzen ist. Das Tempo hat sich gigantisch beschleunigt. Wollte man vor ein paar Jahren im Juli auf das Kitzsteinhorn (3203 m) gehen, musste man 2 km über den Gletscher gehen. Jetzt sind es nur noch 20 Meter.

Ich hatte auf 3000 m Seehöhe keine Jacke an, ja noch nicht einmal ein Unterhemd, sondern nur ein T-Shirt und habe nicht gefroren. Mehrere Leute sind in kurzen Hosen auf das Kitzsteinhorn gegangen. Vor einigen Jahren wäre das völlig undenkbar gewesen.

Die Nullgradgrenze bewegt sich zeitweise im Hochsommer nachts schon auf über 5000 m(!) Seehöhe.

Im Wallis hat es jetzt gar nicht geregnet, aber es gibt Hochwasser und der erste Stausee läuft über. Grund ist die gigantische Gletscherschmelze aufgrund der Hitze in 4000 m Seehöhe.

Das geht nun schon seit Wochen so:

https://www.blick.ch/schweiz/westschwei ... 18318.html
https://www.youtube.com/watch?v=3N6vGPZYOW8

In gut 2 Wochen werde ich in Zermatt ja selbst sehen, was dieses Jahr los ist. Der Sommerskibetrieb musste eingestellt werden.

Wenn ich dieses Jahr vom Trockenen Steg nach Testa Grigia gehe, dann werde ich weite Teile nicht mehr über den Gletscher laufen, sondern über Geröll und Sandreißen.


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Männlich 
BeitragVerfasst: Fr 29. Jul 2022, 10:31 
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Oh, wei, oh wei, oh wei, das kann ja heiter werden, wenn ich in 2 Wochen nach Zermatt fahre.

Die Kllimaerwärmung schlägt jetzt auch in Zermatt mit voller Wucht zu. Der Sommerskibetrieb ist eingestellt, und am Breithorn brechen bereits um 9 Uhr morgens die Wächten ab.

Das hat es zuvor noch nie gegeben.

Ich fürchte, dass ich dieses mal gar nicht auf das Breithorn (4165 m) gehen kann.

Hier ein sehr gutes, aktuelles Video zur Klimaerwärmung in den Alpen, insbesondere Zermatt.

https://www.youtube.com/watch?v=IfFV73mS7v8

Im Video zu sehen:

0:11 Weg zwischen Schwarzsee (2583 m) und Hörnlihütte (3260 m)
0:21 Links zu sehen die Hörnlihütte (3260 m) am Fuß des eigentlichen Horns (Matterhorn 4478 m).
0:27 Der Reporter steht etwas oberhalb von Hirli (2769 m) am Bergweg zwischen Schwarzsee und Hörnlihütte. Die Hörnlihütte ist gut zu sehen. Vom Standpunkt des Reporters zur Hörnlihütte gehen gute Bergwanderer etwa in 25 Minuten. Ungeübte brauchen durchaus eine Stunde.
0:45 So sprechen die meisten Zermatter im typischen Waliserdeutsch. Zermatt ist die südlichste Gemeinde im deutschen Sprachgebiet
0:56 Im Bild zu sehen die Mattervisp in Zermatt selbst. So einen WAserstand mitten im Hochsommer ohne Regen habe ich noch nie gesehen. Wahnsinn!
1:33 Die weiße Kuppe in der Bildmitte ist das Breithorn (4165 m), auf das ich schon etliche Male (von Zermatt aus) zu Fuß gegangen bin. Von Zermatt brauche ich für eine Besteigung 6 - 7 Stunden. Eigentlich wollte ich auch deisesmal wieder hoch, aber wenn die Wächten abbrechen, dann kann ich das ohne Sicherungsseil komplett vergessen. Unten im Bild zu sehen die Seilbahnstation Trockener Steg (2929 m).
1:41 An diesem Abzweig kann man wählen, ob man nach rechts zur Hörnlihütte (3260 m) wandern will oder aber nach links geht Richtung Trockener Steg( 2929 m).
2:00 Unterhalb der beiden Wanderer der Schwarzsee. Die beiden Wanderer werden in etwa in 5 Minuten die Seilbahnstation Schwarzsee (2583 m) erreichen.

________________

Das Video ist völlig authentisch. Die Aufnahmen wurden alle in Zermatt gemacht.

Aber das Tempo der Klimaerwärmung ist durchaus gruselig.

Viele Deutsche bekommen im Flachland gar nicht so richtig mit, wie die Klimaerwärmung sich beschleunigt hat. In den Alpen jedoch erlebt man das hautnah. Erst vor kurzem ist ein riesiger Gletscherblock an der Marmolata abgebrochen. Es gab 11 Tote.


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