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BeitragVerfasst: Do 6. Jan 2022, 16:44 
Hello Kitty
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Zum BeitragAmethystsearcher hat geschrieben:
genau.. Oder mag nur Menschen nicht. Man wirds wohl nie rausfinden
ich schiebs mal in den GT hier rein.

Ja, das gemeine ist ja, dass manche Tiere Tierärzt*innen nicht mögen.
Diese Zoo-Dokus, wo die alle ausflippen, wenn die/der Doc mit dem Blasrohr kommt (wegen Schlafmittel). Und die Stimme aus dem off sagt, letztes mal sei ein Jahr her, aber egal von Löwin bis sonst welchem Tier, haben es nicht vergessen. Voll nachtragend xD

Und gemein, weil die Tierpfleger*innen wegen Futter geliebt werden. Aber die Docs halt null. :roll:

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Stell’ Dir vor es geht und keiner kriegt’s hin.Wolfgang Neuss
Wussten Sie schon, dass die Alpen einen ganz erbärmlichen Anblick bieten, wenn man sich die Berge einmal wegdenkt? Loriot


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BeitragVerfasst: Do 6. Jan 2022, 17:04 
Flamingo
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Würdest du es mögen, wenn jemand Fremdes einfach auf dich zu kommt, dich festhält und dich quält?

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BeitragVerfasst: Do 6. Jan 2022, 17:11 
Hello Kitty
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Zum BeitragAmethystsearcher hat geschrieben:
Würdest du es mögen, wenn jemand Fremdes einfach auf dich zu kommt, dich festhält und dich quält?
solang du weisst dass es nicht gemein ist von den Tieren, ist es ja gut. Vl spüren sie ja intuitiv dann doch ein bisschen, dass du zu den Guten zählst. :angel:

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BeitragVerfasst: Do 6. Jan 2022, 17:34 
Flamingo
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Menschen die Tiere etwas böse nehmen, dürfen keine Tiere besitzen.

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BeitragVerfasst: Do 6. Jan 2022, 17:56 
Hello Kitty
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Zum BeitragAmethystsearcher hat geschrieben:
Menschen die Tiere etwas böse nehmen, dürfen keine Tiere besitzen.
si.

Btw, hab ich gestern das hier entdeckt:
Hund legt sich 13 Stunden lang auf Verunglückten und hält ihn warm :omg: :angel: *heart*
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/p ... ar-AASsyq7

War ein Alaskan malamute. Ich glaube Huskys sind aber auch so. :3

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BeitragVerfasst: Do 6. Jan 2022, 20:16 
Flamingo
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Amethystsearcher hat geschrieben:
Menschen die Tieren etwas böse nehmen, dürfen keine Tiere besitzen.


Ich setzt das nochmal fort. Hab zumindest mal keine Thread drüber gesehen und das Bedürfnis nach nem kurzen Rant.

Wenn ein Tier dich nicht mag oder dir Aggressionen gegenüber zeigt gibts einen Grund.
Bestes Beispiel sind Chihuahuas. Sie werden überall als aggressive Tiere beschrieben, aber wäre ich auch, wenn ich so behandelt werden würde. Wenn ein grosser Hund zeigt, dass er etwas nicht will oder es ihm unangenehm ist, wird das aufgehört und auf seine Körpersprache geachtet.
Bei so einem kleinen Hund wie ein chihuahua, wird dessen Körpersprache konstant ignoriert und er wird behandelt wie ein Spielzeug, mit dem man machen kann was man will.
Da würde ich auch aggressiv und laut werden, wenn nicht sogar bissig. Und dann wird das Tier eingeschläfert, weils aggressiv ist, obwohl es sich einfach nicht mehr zu helfen wusste und sich nur wehrte.

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BeitragVerfasst: Do 6. Jan 2022, 21:09 
Flamingo
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ich hasse es, wenn leute sich das gesicht von hunden ablecken lassen, wenn die was aus der hand essen lassen bei tisch, wenn die mit babysprache mit denen reden, mich dazu drängen den hund zu streicheln, urgh, das macht meine schwiegermutter alles, war soooo genervt von dem hund und allem und der mochte mich auch nicht, nur am kläffen

hab dann aufgehört mich da reinzusteigern und war letztes mal viel entspannter, hab halt immer weggeguckt wenn da rumgeschlabbert wurde und tadaaa der hund freut sich jetzt über mich jetzt auch über die. ist eigentlich echt ne liebe, kann ja nix dafür


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BeitragVerfasst: Do 6. Jan 2022, 21:15 
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roboteer
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ohhhhjaaaaa, leute die ihren hund in babyschalen rumtragen auch so

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BeitragVerfasst: Do 6. Jan 2022, 23:59 
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Zum BeitragAmethystsearcher hat geschrieben:
... wird dessen Körpersprache konstant ignoriert und er wird behandelt wie ein Spielzeug, mit dem man machen kann was man will..
auf maedchen.de hatte ich mal die Frage gestellt, wieviel Tierpsycholog*innen es gibt. Ich bilde mir ein, dass das Thema Verhalten zunehmend beachtet wird.
Aber sicher ist es nur ein Anfang, und noch vieles nötig.

Btw, heute diese news entdeckt. Bisschen was tut sich langsam ja vl doch. :angel:

Hier: „Lebewesen mit eigener Sensibilität“: Spanien führt geteiltes Sorgerecht bei Haustieren ein
https://www.msn.com/de-de/finanzen/top- ... ar-AASsBRE

Künftig müssen Richter bei einer Scheidung auch das Wohl der Tiere berücksichtigen. Sie können deren abwechselnde Betreuung verordnen, aber auch untersagen. ...
Das Gesetz macht das Wohlergehen der Tiere zum juristischen Maßstab: Sie sind demnach „Lebewesen mit eigener Sensibilität“ und gelten nicht länger als „Sachen“. ...
Wenn eine Scheidung vor Gericht landet, muss der Richter künftig auch die Zukunft der Haustiere im Auge behalten. Das Wechselmodell kann für eine Katze ebenso wie für einen Hund, eine Schildkröte, einen Fisch oder einen Vogel genutzt werden. ...


Obwohl es wieder traurig ist, dass es dazu ein Gesetz braucht. ._.

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Männlich 
BeitragVerfasst: Di 28. Jun 2022, 12:42 
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Am Sonntag war ich auf dem Hochfelln (1674 m).

Normalerweise bin ich zwar in Werdenfels unterwegs, aber im Hinblick auf den G7-Gipfel mied ich das Werdenfels und bin nach Bergen gefahren, um auf den Hochfelln zu gehen.

Der Weg auf den Hochfelln (1674 m) ist angenehm und leicht. Am Sonntag bin ich von der Talstation bis zur Mittelstation eine Stunde gegangen und von der Mittelstation bis zur Bergstation ebenfalls eine Stunde. Im Hinblick auf die Affenhitze habe ich aber davon abgesehen voll durchzuziehen.

An der Bergstation habe ich zunächst die Aussicht genossen: Dann bestellte ich mir im Bergrestaurant 0,5 l Mangosaft und 0,5 l Spezi und setzte mich in den Schatten.

Obwohl Sonntag war, war am Hochfelln bei weitem weniger Verkehr als erwartet. Der Grund lag darin, dass es den meisten viel zu heiß für einen Bergausflug - egal ob mit Seilbahn oder zu Fuß - war. Die Massen strömten zum Baden in den Chiemsee.

Auf der Gipfelterrasse des Bergrestaurants saßen gerade einmal 40 Personen. 200 Personen wären normal gewesen. Auch an der Mittelstation und an der Bründlingalm war bei weitem weniger los als erwartet.

Auf der Rückfahrt im Zug stieg ich in Bergen ein. Als ich einsteig, befanden sich im Zug etwa 1100 Personen. Der sechsteilige Flirt, der 333 Sitzplätze anbietet und 107 m lang ist, fuhr in Dreifachtraktionen mit 999 Sitzplätzen bei einer Zuglänge von 321 m, was für einen Nahverkehrszug sehr beachtlich ist. Alle Sitzplätze waren belegt; einige Fahrgäste standen. Richtig voll wurde der Zug erst in Prien (Chiemsee). Dort stiegen ungefähr 200 Personen ein. Auch stiegen in Rosenheim nochmals ca. 200 Personen ein.

Auf der Rückfahrt hörte ich, wie zwei Leute von Prien bis zur Herreninsel geschwommen sind. Grundsätzlich ist das für geübte Schwimmer natürlich möglich. Aufgrund der Klimaerwärmung hat das Wasser im Chiemsee aktuell nicht wie im Juni üblich eine Temeratur von 17 Grad, sondern von 21 Grad.

Eigentlich sollte der Zug in Bergen um 17.50 Uhr abfahren, doch er hatte 20 Minuten Verspätung. Als der Zug in München Ost ankam, hatte er 28 Minuten Verspätung; Im Zug befanden sich ca. 1600 Personen.

Man kann von Glück reden, dass die DB Netz AG aus Geldmangel nicht in der Lage war, zwischen Rosenheim und Freilassing die Bahnsteige auf eine Länge von 220 m zurückzubauen, denn dann hätte man nicht mit einem 321 m langen Zug fahren können. In Bergen (Oberbay) ist beispielsweise der Bahnsteig 405 m lang, sodass theoretisch auch ein Fernzug, also ein Railjet in Doppeltraktion dort halten könnte. Dies passiert aber so gut wie nie. Meist fahren die 408 m langen Railjets, die in Doppeltraktion verkehren, ohne Halt von Salzburg Hbf bis Kufstein, Wörgl oder auch Innsbruck Hbf durch.

Auch wenn der Zug auf der Rückfahrt sehr voll war und am Schluss 28 Minuten Verspätung hatte, war es dennoch ein gelungener Tag. Früher konnte man die Uhr nach der Eisenbahn und der Seilbahn stellen. Heute kann man sich nur noch auf die Seilbahn verlassen.

Ich habe recht lange mit dem Seilbahnmaschinisten gefachsimpelt und auch noch einiges Neues über die Hochfellnseilbahn erfahren. Das wird bei weitem nicht mein letzter Besuch am Hochfelln gewesen sein.

Richtig ist aber, dass es am Sonntag ein idealer Tag zum Schwimmen im Chiemsee gewesen wäre. Nur Hardcore Bergsportanhänger wie ich laufen bei der Affenhitze die Berge hoch. Im Hinblick auf die Affenhitze habe ich aber nicht voll durchgezogen, sondern habe mich damit begnügt in jeweils einer Stunde von der Talstation zur Mittelsttaion bzw. einer weiteren Stunde von der Mittelstation zur Bergstation zu gehen.

Ich bin ein schlechter Schwimmer. Einmal bin ich 2,5 Kilometer am Stück geschwommen. Dafür habe ich volle 2 Stunden gebraucht. Schwimmen ist nicht so mein Ding.

_______________________________________________________

Hier die Bergfahrt mit der Hochfellnseilbahn (Sektion 1 = 70-PB, Sektion 2 = 45-PB; Baujahr 1969/1970):

Sektion 1 Talstation -> Mittelstation: https://www.youtube.com/watch?v=2kFzgyHWd0M
Sektion 2 Mittelstation -> Bergstation: https://www.youtube.com/watch?v=vL1HqEjRKjc

Und hier gleich auch die Talfahrt mit der Hochfellnseilbahn:

Sektion 2 Bergstation -> Mittelstation: https://www.youtube.com/watch?v=kuVzoyAjBek
Sektion 1 Mittelstation -> Talstation: https://www.youtube.com/watch?v=bqIg04Njl0M

Im Normallfall läuft der Betrieb so ab, dass die Sektion 1 alle halbe Stunde stets zu den Minuten 00 und 30 abfährt, wohingegen die Sektion 2 alle halbe Stunde stets zu den Minuten 15 und 45 abfährt, sodass die Fahrgäste, die nicht in der Mittelstation bleiben wollen, einen schlanken Umstiegsanschluss in beide Richtungen haben. Im Allgemeinen fährt die Sektion 1 von 9.00 Uhr - 17.00 Uhr, wohingegen die Sektion 2 von 9.15 Uhr - 16.45 Uhr unterwegs ist.

Technisch dürfen beide Sektionen mit 10 m/s fahren; in der Regel fährt man aber nur 7 m/s, da die Fahrgäste die Fahrt genießen wollen und man zudem den Verschleiß des Zugseils reduziert.

Man kann ja froh sein, dass 1969/1970 die Hochfellnseilbahn erbaut wurde. Heute bekäme man so eine Anlage im Hinblick auf die ganzen Ökoterroristen niemals durch. Es gilt aber der Bestandsschutz und da können die nichts machen. Die Anlage steht. Die Seilbahninitiative Seilbahnfreies Wuppertal hat sich eigens auf den 700 km langen Weg nach Bergen gemacht um die angebliche Umweltschädlichkeit der Anlage zu dokumentieren. Da die Anlage aber sehr leise ist, wurde auf deren Youtube-Video der Schatten der Kabine als Kriterium herangezogen, um die angebliche Umweltschädlichkeit zu dokumentieren. :laugh:

https://www.youtube.com/watch?v=1n-bW8ezFe4


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Männlich 
BeitragVerfasst: Sa 9. Jul 2022, 15:07 
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Gestern war ich in Bad Gastein.

Zunächst fuhr ich mit dem Meridian von München nach Salzburg; dann ging es mit dem Railjet weiter nach Bad Gastein, wo ich pünktlich um 11.41 Uhr eintraf.

Im Railjet kam ich mit einem niederländischen Paar - beide etwa Mitte Zwanzig - ins Gespräch. Auch hier konnte ich das Gespräch problemlos auf Deutsch führen. Die Frau hatte in der Schule als zweite Fremdsprache Deutsch und hört im Internet viele deutsche Youtube-Videos. Der Mann lebte zudem über ein Jahr in Berlin.

Die Niederländer machten mit dem Zug eine Europatour und waren aktuell unterwegs von Berlin nach Zagreb. Ich erklärte den Niederländern warum die Tauernbahn, die wir mit dem Zug gerade befuhren, abwechselnd ein- und zweigleisig ist. Sie fuhren mit dem Zug weiter bis Villach, wo sie dann umsteigen mussten, um zu ihrem Ziel Zagreb zu kommen. Ich blendete mich jedoch in Bad Gastein aus.

Bad Gastein hat eine lange Tradition mit der Haute Volée.

Bereits vor über 100 Jahren existierten Luxushotels, in denen die vornehme Gesellschaft abstieg. Auch fanden in Bad Gastein vor über 100 Jahren einige bedeutende Schachturniere statt. Mit dem Untergang der Großmacht Österreich-Ungarn im Ersten Weltkrieg ging die Bedeutung Bad Gasteins zunächst zurück. In den letzten Jahren jedoch gewann Bad Gastein wieder zunehmend an Bedeutung, wenngleich heute durch den allgemeinen Tourismus.

Zu den Luxushotels kamen zahlreiche Bergbahnen. Eine große Attraktion ist auch die Felsentherme, die 1968 eröffnet wurde und inzwischen ausgebaut und modernisiert wurde.

Als Verkehrsplaner bin ich hocherfreut, dass im Zentrum Bad Gasteins der Bahnhof, die Felsentherme und die Talstation der Stubnerkogelbahn über eine Glasbrücke direkt miteinander verbunden sind und die Wege zwischen diesen drei hochfrequenten Punkten sehr kurz sind. Selbst bei starkem Regen kommt man trockenen Fußes vom Bahnhof in die Felsentherme.

Hinzu kommt noch, dass sich in unmittelbarer Nähe zwei Luxushotels und ein riesiger Euro-Spar-Supermarkt befinden. Die zentralen Bedürfnisse auf nächster Nähe konzentriert ist eine extrem gute Voraussetzung dafür, Verkehr von der Straße auf den ÖPNV zu verlagern.

Ich denke, dass ich in der Wintersaison die Felsentherme in Bad Gastein besuchen werde. Ich guckte mir im Eingangsbereich die Prospekte an und ich fand das Ambiente sehr vielversprechend. Mit dem Eurocity und dem Railjet kann man ohne Probleme von München aus einen Tagesausflug nach Bad Gastein machen. Man kann auch noch in Erwägung ziehen, vor dem Besuch der Felsentherme mit der Stubnerkogelbahn auf den Stubnerkogel fahren.

Ich ging dann hinüber zur Stubnerkogelbahn.

Heute fährt bereits die dritte Seilbahngeneration am Stubnerkogel.

Die erste Anlage wurde 1950 erbaut und am 21.01.1951 in Betrieb genommen. Das war seinerzeit noch eine 2S-Bahn. Diese Anlage hatte Vierererkabinen und gerade einmal eine Beförderungsleistung von 300 Personen pro Stunde und Richtung. Die Fahrzeit betrug damals 18 Minuten.

Ich kann mich noch ganz schwach erinnern, dass ich als 12-Jähriges Kind durch Bad Gastein durchgefahren bin und diese Anlage aus kurz vom Tal aus gesehen habe. Auch damals war es schon eine Umlaufbahn. Auf den Stubnerkogel fuhr nie eine Pendelbahn; man setzte dort von Anfang an auf Umlaufbahnen.

1987 wurde die erste Anlage abgerissen und durch die zweite Seilbahngeneration ersetzt. Die zweite Anlage war bereits eine Einseilumlaufbahn. Sie hatte 6er-Gondeln und fuhr von 1987 - 2009.

2009 wurde die dritte Anlage errichtet, die auch heute noch fährt. Sie hat 8er-Gondeln und kann mit bis zu 6 m/s fahren. Die Fahrzeit wurde gegenüber der ersten Anlage auf 9 Minuten halbiert.

Hier das Video des Herstellers zur Stubnerkogelbahn (3. Generation, Anlage Baujahr 2009):

https://www.youtube.com/watch?v=l166B50UTtg

Im Sommer fährt man aber meistens nur 3,5 m/s. Zudem sind nur 50 % der Gondeln im Umlauf. Die anderen Gondeln bleiben in der Garage.

Hier ein paar Vergleichzahlen:

Im Sommer benutzen an einem mittleren Tag etwa 800 - 1000 Fahrgäste die Stubnerkogelbahn. An einem Spitzentag sind es im Sommer etwa 2000 Fahrgäste. Regnet es und ist der Himmel völlig wolkenverhangen, dann fahren im Sommer etwa 50 - 200 Fahrgäste - verteilt auf den ganzen Tag wohlgemerkt.

Wie sieht es im Winter aus? Selbst an einem sehr schlechten Tag fahren im Winter etwa 5000 Fahrgäste; an einem durchschnittlichen Wintertag sind es 10000 Fahrgäste und an einem Spitzentag etwa 16000 Fahrgäste.

Regen und Sturm interessiert die Skifahrer nicht, da sie sowieso Winterkleidung tragen (Anorak, Mütze, Brille, Skihose usw.). Sommerfahrgäste sind hingegen von Regen und Sturm genervt; schlagartig bleiben die Sommerfahrgäste dann im Tal.

Gestern war es morgens bewölkt, aber es hat nicht geregnet.

Gestern hatte ich weder meinen Bergsteigerhut dabei noch mich eingecremt. Im Hinblick auf die Bewölkung riskierte ich es trotzdem ohne Hut auf den Stubnerkogel zu gehen. Normalerweise hat das, da der Stubnerkogel über 2200 m hoch ist, einen gewaltigen Sonnenbrand zur Folge, aber ich hatte Glück. Die Bewölkung schirmte so viel Sonnenlicht ab, dass ich mit meiner Frechheit - einfach so hochzugehen - durchkam.

Eigentlich wollte ich gestern einigermaßen gemütlich gehen, aber als ich etwa 20 Minuten unterwegs war, sah ich, wie etwa 100 m vor mir ein junger Mann - etwa 20 Jahre alt - ging und offenbar ebenfalls zur Mittelstation der Stubnerkogelbahn wollte. Als er mich sah, zog er das Tempo an. Ich habe volles Verständnis dafür, dass ein 20-Jähriger sich nicht von einem 58-Jährigen überholen lassen will. Nun bin ich zwar ein unsportlicher Typ, allerdings mit einer Ausnahme: Bergsport. Bei mir ist alles, aber auch wirklich alles auf Bergsport ausgerichtet und optimiert.

Eigentlich sollte es gestern ein gemütlicher Tag werden. Ich war gar nicht auf den Bergsportmodus eingestellt. Aber gut dachte ich mir, dann will ich mal sehen, was der etwa 20-Jährige kann. Ich schaltete auf 80 % meiner Leistungsfähigkeit hoch. Der etwa 20-Jährige machte nun folgendes: Immer dann, wenn ich ihn hinter Kurven nicht sehen konnte, gab er Vollgas. Wenn er dann wieder in mein Blickfeld kam, erholte er sich und erweckte den Eindruck, dass er mich nicht abhängeln will.

Mir war klar, dass, wenn ich bei dem Tempo bliebe, ich ihn schleichend in die anerobe Verbrennung reindrücke und somit seine Muskeln übersäuern. Da wir noch etwa 400 Höhenmeter zur Mittelstation hatten, wusste ich, dass ich einfach mein Tempo von 80 % meiner Leistungsfähigkeit halten musste, um ihn fertigzumachen. Ich wusste, dass die Mittelstation auf einer Seehöhe von 1772 m liegt. Auf meiner Uhr ließ ich mir die aktuelle Höhe anzeigen, sodass ich wusste, wie weit es noch zur Mittelstation ist.

Eine Zeitlang wiederholte sich nun das Spiel. Der Abstand zwischen ihm und mir blieb durchschnittlich bei etwa 100 m Weglänge. Geriet er außerhalb meines Sichtfeldes, lief er voraus. Sah ich ihn, dann erholte er sich und ging etwas langsamer.

Als wir auf einer Seehöhe von 1600 m, also 172 m unterhalb der Mittelstation, waren, schaltete ich auf 90 % hoch, um den Sack zuzumachen. Er wehrte sich verzweifelt, aber nach 3 Minuten hatte ich ihn "einkassiert". Ich begrüsste ihn freundlich. Er hatte einen knallroten Schädel und keuchte so extrem stark, sodass er mir gar nicht antworten konnte.

Der 20-Jährige hatte keinen degenerierten Körper wie viele andere in seiner Altersgruppe. Es war offensichtlich, dass er nicht raucht, denn dann wäre er schon bei weitem eher weg vom Fenster gewesen. Er war auch nicht untrainiert; es war klar, dass er hin und wieder im Gebirge unterwegs ist. Aber ein Bergläufer war er keineswegs. Wäre er ein durchtrainierter Bergläufer gewesen, dann hätte ich die weiße Flagge hissen müssen, denn als 58-Jähriger habe ich gegen durchtrainierte Bergläufer keine Chance mehr. Aber normale Personen in den Zwanzigern, die gesund leben und nur hin- und wieder im Gebirge unterwegs sind, kann ich durchaus noch in Schach halten.

Von der Talstation bis zur Mittelstation hatte ich eine Gehzeit von 59 Minuten, wobei ich gar nicht vorhatte, das Tempo anzuziehen.

Von der Mittelstation zur Bergstation war ich 41 Minuten unterwegs, wobei ich zwar zügig ging, aber nicht voll durchzog. Die Bergstation liegt auf einer Höhe von 2228 m. Das Gipfelkreuz steht auf einem Sockel auf einer Seehöhe von 2251 m.

An der Bergstation schaute ich mir alles in Ruhe an. Sehenswert die 140 m lange Hängebrücke, der Felsweg und die Aussichtsplattformen. Auch das Gipfelrestaurant hatte auf; ich verzichtete aber diesmal etwas zu kaufen. Ich ging noch zum Gipfelkreuz und zur Sendeanlage. Auch schaute ich mir den Felsenweg an.

Hier ein Video über die Attraktionen auf dem Stubnerkogel:

https://www.youtube.com/watch?v=TAuc3yCwDvg

0:05 Blick von der Talstation der Stubnerkogelbahn auf die Trasse der ersten Sektion im unteren Teil.
0:10 Blick auf einen Teil der Rollenbatterie auf der Auffahrseite an der Stützenkombination 1A/1B. Da das Seil unterhalb der Rollen verläuft, ist die Stütze ein Niederhalter.
0:24 Auffahrt von der Ebene 0 zur Ebene 1 in der Talstation zum Bahnsteig.
0:28 Die Kabinen fahren in den Stationen mit der Stationsgeschwindigkeit. Je nach Bauart beträgt die Stationsgeschwindigkeit etwa 5 % - 10 % der Streckengeschwindigkeit. Der Quotient Stationsgeschwindigkeit / Streckengeschwindigkeit ist bei jeder Anlage immer gleich.
0:38 Ausfahrt aus der Talstation. Die Reifenförderer beschleunigen die Gondel so schnell, dass sie dieselbe Geschwindigkeit hat wie das Förderseil und dann aufgekuppelt werden kann.
0:41 Links der kleine Pfad ist der Wanderweg zur Mittelstation.
0:45 Blick aus der Gondel im Seilfeld zwischen den Stützen 2 und 3 in Richtung Süden.
0:58 Die Youtuberin ist inzwischen in der 2. Sektion unterwegs.
1:03 Gut zu sehen auch die eingepackten Schneekanonen.
1:08 Der Graukogel. Bis auf eine Seehöhe von 1956 m, was etwa zwei Drittel entspricht, führt eine fixgeklemmte Doppelsesselbahn in zwei Sektionen.
1:37 Die aufgestellten Ferngläser kann man am Stubnerkogel - anders als anderen Bergstationen - gratis benutzen.
1:52 Der Weg zur Aussichtsplattform
2:42 Auf dem Stubnerkogel springen auch immer wieder Pferde herum. Da mache Wanderer vor Pferden Angst haben, hat man sie inzwischen eingezäunt und die Zahl drastisch reduziert.
3:07 Keine Angst habe ich natürlich vor der Hängebrücke. Der Eintritt ist frei.
3:50 Grundsätzlich kann man auch mit dem Fahrrad auf den Stubnerkogel fahren. Bergauf bin ich aber zu Fuß schneller.
4:04 Bergab natürlich nicht. :-) Allerdings verlieren die Fahrradfahrer auch bergab gegen die Seilbahn haushoch.
4:06 Das Gipfelrestaurant. Die Preise sind mit normalen Restaurants im Tal oder der Stadt vergleichbar.
4:17 Ein ganz normaler Bergweg. Schwierigkeitsgrad Null. Eine reine Konditionsfrage. Bergauf kann man auf solchen Wegen die Kondition sehr gut trainieren. Unten im Tal Böckstein am Nordportal des Tauerntunnels.
4:27 Links die Stubnerkogelbahn, in der Mitte die Bergstation und rechts die Hängebrücke. Die Bergstation steht genau auf dem Grad.
4:50 Ende des Videos

Ich sprach auch noch mit dem Seilbahner in der Bergstation über die Anlage, ehe ich mich dann auf den Weg zurück machte.

Als ich an der Mittelstation war, entschloss ich mit kurzentschlossen, die erste Sektion mit der Bahn zu fahren, da das immer sehr schön ist mit der Seilbahn zu fahren. Ich bezahlte 12 € und stieg dann in die Gondel 72 ein. Um 16.37:33 Uhr rollte die Gondel mit mir aus der Mittelstation.

Es ist immer toll, während der Seilbahnfahrt auf der Uhr den Höhenmesser einzuschalten. Geht man zu Fuß, dann hat man das Gefühl, dass sich fast nichts tut. In der Seilbahn rast er.

Um 16.44:59 Uhr passierte die Gondel mit mir die Eingangstrompete der Talstation und wenige Sekunden später stand ich auf dem Bahnsteig in der Talstation.

Ich unterhielt mich dann noch bis 17.20 Uhr mit den Seilbahnern in der Talstation und schaute zu wie die Weichen umgestellt wurden und dann die Gondeln rückwärts eingaragiert wurden. Ich ging aus der Talstation und sah, wie um 17.27 Uhr nach der Einfahrt der letzten Gondel mit dem Seilbahnpersonal aus der Mittelstation und Bergstation die Anlage abgestellt wurde und der Hauptschalter ausgestellt wurde.

Betriebsschluss - Feierabend für das Personal.

Ich ging noch hinüber zur Felsentherme und holte mir ein paar Prospekte. Dann besuchte ich noch den Euro-Spar-Supermarkt und ging dann zum Bahnhof. Der Railjet Richtung Salzburg Hbf fuhr pünktlich um 18.17 Uhr ab. Um 19.48 Uhr war pünktlich Salzburg Hbf erreicht. Um 20.15 Uhr ging es dann mit dem Meridian nach München Hbf.

Das war gestern wieder ein schöner Tag.


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Männlich 
BeitragVerfasst: Mo 19. Sep 2022, 21:19 
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Transalpin, gehst du auf die Innotrans?

Ich bin am Donnerstag den ganzen Tag dort. Selbstverständlich steht die Eisenbahn im Mittelpunkt, aber da mich die Tri-Line natürlich sehr interessiert, werde ich mir sie selbstverständlich auch angucken. Die erste Tri-Line wird nächstes Jahr in Hoch Ybrig gebaut. Interessant werden die Gespräche mit den Softwareentwicklern sein, denn mich interessiert nicht nur der AURO-Betrieb der Tri-Line, sondern insbesondere die unterschiedlichen softwaretechnischen Prämissen im Vergleich zwischen dem AURO-Betrieb der Tri-Line und dem automatischen Betrieb der Nürnberger U-Bahnlinien 2 und 3.


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Männlich 
BeitragVerfasst: Mo 19. Sep 2022, 23:32 
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Zum BeitragThomasK hat geschrieben:
Transalpin, gehst du auf die Innotrans?

Nee, ist zu weit weg für 'ne Radtour. Aber diverse Hobbykollegen sind da.


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Männlich 
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Zum BeitragTransalpin hat geschrieben:
Nee, ist zu weit weg für 'ne Radtour. Aber diverse Hobbykollegen sind da.



Wahrscheinlich boykottierst du die Bahn wegen des Maskenterrors? :laugh:

Ich kann dir sagen, dass ich konsequent ohne Maske fahre. Im ÖPNV sowieso und im Fernverkehr setze ich meine Maske nur dann für eine Minute auf, wenn der Schaffner die Fahrkarten kontrolliert.

Als ich vor gut drei Wochen von Zermatt nach München fuhr, war es besonders amüsant. In der Schweiz gibt es schon längst keinen Maskenterror mehr. Auch Österreich\Wien sieht vom Maskenterror ab. Von Zermatt nach Visp und dann über Bern nach Zürich HB lief alles ganz normal ab. Die Züge waren pünktlich und in den Zügen trug genau eine einzige Person aus Asien eine Maske.

Ab Zürich HB, wo ich mit dem EC um 19.33 Uhr abfuhr, wurde es spannend. Das DB Personal befand sich in Zürich HB am Bahnsteig und trug Maske.

Da wusste ich, dass da 1000%-ige Gestapooffiziere am Werk waren. Allerdings sind nach meiner Erfahrung die 1000%igen im Allgemeinen nicht besonders intelligent. Nun, ich sollte recht behalten.

Bei der Fahrkartenkontrolle zwischen Zürich HB und St. Gallen trug der Zugbegleiter Maske, von den Fahrgästen jedoch kein Mensch. Der Witz ist, dass er nichts sagen durfte, denn das ist Schweizer Staatsgebiet. Es ging dann weiter nach St. Margrethen, dem letzten schweizer Bahnhof. Dann kam die Durchsage für Bregenz, Vorarlberg, Österreich, wo es auch keinen Maskenterror gibt.

Deutschland warf jedoch seine Schatten insofern voraus, dass der Zug in Bregenz 7 Minuten warten musste auf den verspäteten EC aus Deutschland. Leider ist ein kurzer Streckenabschnitt zwischen Bregenz und Lindau-Reutin eingleisig; aufgrund der Uferpromenade am Bodensee ist es hier sehr schwer die Strecke zweigleisig auszubauen. Während des gesamten Schweizurlaubes war die maximale Verspätung, die ich bei den Zügen feststellen konnte, eine Minute. :wub:

Dann ging es nach Lindau-Reutin und somit nach Deutschland.

Dann kam die Durchsage: "In Deutschland gilt die Maskenpflicht. Setzen Sie unverzüglich eine Maske auf."

Ungefähr die Hälfte der Fahrgäste zog brav eine Maske auf. Ich natürlich nicht. Nun hatte ich mich im ersten Wagen des Zuges so platziert, dass ich die Durchganstür zum zweiten Wagen im Sichtfeld hatte. Von der anderen Seite aus konnte der Schaffner ja nicht kommen. Der EC hielt in Lindau-Reutin und dann kam er, sodass ich rechtzeitig meine Maske aufsetzte. Er bellte die anderen Fahrgäste ohn Maske zusammen. Nach der Fahrkartenkontrolle trollte er sich wieder. Ein Teil der Fahrgäste nahm dann die Maske wieder ab.

Nun fährt die EC zwischen Lindau-Reutin und München Hbf zwei Stunden; da müsste man ja verrückt sein, zwei Stunden den Maulkob zu tragen. Zwischen Lindau-Reutin und München Hbf hält der EC noch zweimal, einmal in Memmingen und dann noch in Buchloe.

In Memmingen stieg - wie nicht anders zu erwarten - kein Mensch mehr ein. Der Grund war, dass wir - also der Eurocity - mit 6 Minuten Verspätung Memmingen um 22.07 Uhr verließen, aber der Regionalexpress nach München Hbf gleich vier Minuten später um 22.11 Uhr abfuhr. Da im RE die 9€-Fahrkarte galt, aber bei uns im EC nicht, war völlig logisch, dass diejenigen, die von Memmingen nach München wollten, nicht in den EC einstiegen.

Trotzdem guckte der Gestapooffizier wieder in den Wagen und fragte überall, ob noch einer zugestiegen sei. Ich fragte mich echt, wie blöd man sein muss, zumal auch für mich als Fahrgast eindeutig erkennbar war, dass keiner einstieg, denn der RE nach München Hbf fuhr auf einem anderen Bahnsteig ab. Da der Zugschaffner wieder einige ohne Maske erwischte, kam es zum Streit. Eigentlich wollte ich den Fahrgästen helfen, aber die schrien den Zugschaffner so zusammen, dass er sich dann von alleine trollte. Ich hatte - auch desmal wieder meine Maske nur eine Minute auf.

Wäre ich Zugschaffner, dann würde ich selbst erstens ohne Maske fahren, keine Maskendurchsage machen und mich ausschließlich auf die Fahrkartenkontrolle fokussieren. KEINESFALLS würde ich Hilfspolizist spielen, denn das ist NICHT sein Job! Hoheitliche Aufgaben setzt die Polizei durch und nicht das Zugpersonal, zumal Maskenverweigerung rechtlich gesehen nur eine Ordungswidrigkeit ist und keine Straftat. Bei einer Ordnungswidrigkeit ist selbst die Polizei nicht verpflichtet, einzugreifen! Wenn z.B. also ein Polizist einen Fußgänger sieht, der bei Rot über die Straße läuft, dann ist er nicht verpflichtet einzugreifen, da es nur eine Ordnungswidrigkeit des Fußgängers ist.

Nach Buchloe, wo logischerweise wieder keiner einstieg, da der RE direkt hinter uns nach München Hbf herfuhr, kam der Depp zum Glück nicht mehr.

Der Lokführer fuhr sehr gut; er fuhr noch 3 Minuten herein, sodass die Ankunft in München Hbf statt um 23.04 Uhr um 23.07 Uhr war.

Leider goss es in München aus allen Kübeln. In Zermatt hatte ich noch am Vormittag bei Sonnenschein einen netten Spaziergang zur Stafelalp gemacht, bei der der Alpbauer sehr erstaunt war, dass ich am selben Tag noch nach München wollte und man bei Abfahrt um 16.13 Uhr in Zermatt bereits um 23.04 Uhr in München ist. "Tja, ihr Schweizer habt eben die Eisenbahn fantastisch ausgebaut, ihr investiert pro Einwohner sechsmal so viel wie wir in Deutschland", antwortete ich ihm.

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Was den Maskenterror anbetrifft, ist Deutschland mittlerweile sogar noch ein totalitärerer Staat als Nordkorea. Das muss man sich einmal vorstellen:

https://www.berliner-zeitung.de/news/no ... -li.266126

Insgesamt ist natürlich Nordkorea ein deutlich totalitärerer Staat als Deutschland, aber Deutschland ist - im Gegensatz zu Nordkorea - selbstverständlich eine Coronadiktatur.

Vor kurzem habe ich unter dem Tagesschau-Video der ARD folgenden Kommentar gesetzt:

Zitat Thomas K: "Vorhin auf dem Oktoberfest: Die Leute feiern in den Bierzelten, sind fröhlich und wildfremde Leute umarmen und küssen sich. Keiner trägt Maske, also alles in Ordnung. Eine Stunde später in der S-Bahn: Zwei Drittel der Fahrgäste sind so bescheuert und tragen Maske, d.h. sie haben immer noch nicht kapiert, dass der Maskenterror eine reine Schikane von unfähigen Politikern ist."

Ich bekam zwei Antworten.

User 1 schrieb mir, dass unsere Politiker nicht unfähig, sondern hochgradig korrupt sind und User 2 antwortete mir, dass es in der Mentalität der Deutschen liege nicht zu denken, sondern einfach nur bedingungslos zu gehorchen.


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