
Transalpin hat geschrieben:
Wenn man alles wegstreicht, was aktuell problematisch ist, weil SEV oder überlastete Strecken, bleibt allerdings schon wieder nicht mehr viel übrig

Bisher ergab das drei Chaos-Touren:
1) ins Rheintal runter. Ankunft Remagen fast eine Stunde zu spät, RE5 und RB27 fuhren meist in der Zeitlage der jeweils anderen Linie, als mit rund 30 Minuten Verspätung. Abends noch kurz in Bonn vorbeigeschaut, die RB von dort nach Köln hatte +50, der im Anschluss genutzte RE6 schien in Köln eine Runde im Rhein schwimmen gegangen zu sein, der ist in Deutz pünktlich abgefahren, aber 15 Minuten später am Hbf angekommen.
2) Ich wollte nach Kassel. Gekommen bin ich bis Hamm, weil Strecke um Soest herum gesperrt wegen Vandalismus. Hatte gehofft, das erledigt sich, bis ich da bin, war aber nicht so. Der Lokführer kündigte "reichlich SEV-Busse" an, gesehen hab ich während meiner Anwesenheit keinen einzigen. Nur ganz viele Leute und ähnlich viel Gepäck. Das war sicher spaßig.
Mein spontaner Ersatzplan war dann, die unbedeutenden Orte hinter Bielefeld zu besuchen, was ich letztes Jahr schon zwischen Hamm und Bielefeld getan hatte. Der gewünschte RE6 war nur wenig verspätet, hat dann aber bis Herford auf fast +30 erhöht. Nächster RE +38. Von Herford wollte ich daher nach Löhne mit einem anderen Zug fahren, der fuhr aber einfach mal zwei Minuten zu früh ab

Diverse Fahrgäste schauten verdutzt auf die sich entfernenden Schlusslichter. Lieber Lokführer, bitte nochmal das Regelwerk studieren...
Aber: die Rückfahrt von Minden lief absolut pünktlich

Traut man dem System Bahn ja eigentlich gar nicht mehr zu.
3) Kassel, zweiter Versuch. Die Fahrt verlief beinahe pünktlich, mit +20 kam ich an der Willihöhe an. Der Zug für die abendliche Rückfahrt hatte eine Stunde Ankunftsverspätung (er steht normalerweise dort über eine Stunde rum), daher ging die Rückfahrt auch erst verspätet los, auch deswegen, weil der Vorzug ausgefallen ist und dieser daher mit gefühlten 1500 Leuten vollgestopft war, die erstmal irgendwie rausmussten, während der Bahnsteig ähnlich voll mit Einstiegswilligen war. Einen Großteil der Fahrt verbrachte ich auf der Treppe sitzend. Irgendwann dann Zwangspause, an die 60 Minuten Stillstand. Strecke nur eingleisig wegen Gleislagefehlern, abwarten von drei Gegenzügen, dann Fahrt mit verminderter Geschwindigkeit, sodass wir von Hofgeismar bis Warburg 81 statt 13 Minuten unterwegs waren. In Dortmund (Ankunft mit +95) wollte ich dann schlauer sein als die Bahn und den RE3 nehmen, statt über Wattenscheid zu fahren. Tja, hätte ich im Zug Internet gehabt, hätte ich gewusst, dass der auch +25 haben sollte
Im Endeffekt war ich dann zwei Stunden später zuhause als gedacht. Macht schon Spaß, dieses Bahnfahren
