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Männlich 
BeitragVerfasst: So 1. Mär 2015, 20:11 
Pinkie Pie
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 Betreff des Beitrags: [1. GW] Das Bild

Das Bild

Das Bild, das wir gezeichnet haben,
Das ich doch immer wiederfind',
Wird trotz der fast verbleichten Farben,
Auf ewig deinen Namen tragen,
solange wir die Zeichner sind.


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Männlich 
BeitragVerfasst: Di 10. Mär 2015, 00:26 
Pinkie Pie
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Dieses Gedicht habe ich mit 5 Punkten bewertet (Platz 6). Manch einer mag sich fragen, ob der Pate jetzt spinnt, oder warum er sonst diesem Gedicht (vergleichsweise) wenige Punkte gibt, wenn er an anderer Stelle darauf hinweist, dass weniger manchmal mehr sei. (Wobei zu bemerken ist, dass zwischen diesem und dem erwähnten anderen Gedicht ja ohnedies nur ein weiteres Werk liegt.)
Das Gedicht lässt sich insgesamt schön lesen, kein Holpern und so weiter, metrisch alles easy. Jedoch fand ich die Pointe einfach nicht ganz gelungen: Dein Name, solange wir die Zeichner sind - und wer sollte überhaupt sonst der Zeichner sein? Außerdem - und das ist möglicherweise ungerecht - habe ich mich über das Reimschema geärgert. Es ist kein Fehler am Reimschema, man kann das alles so machen - jedoch hätte sich für mich bei einem Fünfzeiler wie diesem das gespiegelte Reimschema ABXBA geradezu aufgedrängt und ich fand es sehr schade, dass diese Möglichkeit vergeben wurde.
Ich konnte mich zwischen diesem Gedicht und meinem 5. Platz (Memoirepitaph) bis zum Schluss nicht wirklich aufgrund des Gedichtes selbst entscheiden - und deshalb habe ich in diesem einen konkreten Fall tatsächlich den Aufwand in die Bewertung einbezogen.

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»Was kostet die Welt?«

»Oh. Dann ne kleine Limo, bitte!«


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Männlich 
BeitragVerfasst: Di 10. Mär 2015, 02:09 
Pinkie Pie
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Danke für dein ehrliches Feedback und deswegen will ich auch ehrlich antworten: Ich habe einfach geschrieben, was mir eingefallen ist und das dann irgendwie so modelliert, dass es sich halbwegs vernünftig reimt (aber ein viersilbiger Reim, props an mich). Von Metrum, Stilistik und Aufbau habe ich keine Ahnung und da habe ich auch dementsprechend nichts beachtet oder gezielt gewählt. Das einzige, was ich bewusst gewählt hab, war das Reimschema ABAAB, weil das erste Gedicht, was mir in den Sinn kommt, (Ein grünes Blatt) in diesem Schema aufgebaut ist. Ich freue mich zwar ehrlich über dein Feedback, aber wir sind uns beide schon auch einig, denke ich, dass ich kein Meister der Poesie bin, nie sein werde, auch nicht sein will und sich das hier auch sehr gut rauslesen lässt, wenn man ein bisschen Ahnung von der Materie hat. Trotzdem nochmal danke.


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Männlich 
BeitragVerfasst: Di 10. Mär 2015, 12:23 
Pinkie Pie
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Zum BeitragCapnam hat geschrieben:
Ich freue mich zwar ehrlich über dein Feedback, aber wir sind uns beide schon auch einig, denke ich, dass ich kein Meister der Poesie bin, nie sein werde, auch nicht sein will und sich das hier auch sehr gut rauslesen lässt, wenn man ein bisschen Ahnung von der Materie hat.

Nun, ich wusste ja nicht, dass dieses Gedicht von Dir ist; ich hätte nicht auf Dich (sondern auf überhaupt niemand speziellen) getippt.
Übrigens kann nur ein Rapper (lies: jemand, der sich mit Rap befasst) haben/farben/tragen als echten Reim bezeichnen. Der Lyriker würde von Assonanz sprechen - was lyrisch auch absolut okay ist, nur die Terminologie ist eben eine andere.

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Männlich 
BeitragVerfasst: Di 10. Mär 2015, 14:19 
Pinkie Pie
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Zum BeitragDer_Pate hat geschrieben:
Nun, ich wusste ja nicht, dass dieses Gedicht von Dir ist; ich hätte nicht auf Dich (sondern auf überhaupt niemand speziellen) getippt.
Übrigens kann nur ein Rapper (lies: jemand, der sich mit Rap befasst) haben/farben/tragen als echten Reim bezeichnen. Der Lyriker würde von Assonanz sprechen - was lyrisch auch absolut okay ist, nur die Terminologie ist eben eine andere.

Ehrlich gesagt habe ich gedacht, das sei eine ganz normale Reimform, wie ein Schüttelreim.


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Männlich 
BeitragVerfasst: Di 10. Mär 2015, 17:25 
Pinkie Pie
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Zum BeitragCapnam hat geschrieben:
Ehrlich gesagt habe ich gedacht, das sei eine ganz normale Reimform, wie ein Schüttelreim.

Es ist ja auch eine anerkannte Reimform (in Deutschland vielleicht etwas weniger als in den romanischen Sprachen, wo es als absolut gleichwertig gilt), aber es ist kein reiner Reim. Von Assonanz spricht man, wenn bei den gereimten Silben die Vokale übereinstimmen, die Konsonanten aber nicht (z.B. haben — tragen). Das Gegenteil davon ist ein unreiner Reim; hierbei stimmen zwar die Konsonanten, aber die Vokale weichen ab (z.B. grüßen — fließen).

Jaja, immer diese Fachbegriffe. Bei „Assonanz“ muss ich immer an diese Szene aus der großartigen englischen Komödie „Educating Rita“ denken...
Frank: Do you know Yeats?
Rita: The wine lodge?
Frank: No, W. B. Yeats, the poet.
Rita: No.
Frank: Well, in his poem "The Wild Swans At Coole", Yeats rhymes the word "swan" with the word "stone". You see? That's an example of assonance.
Rita: Yeah, means getting the rhyme wrong.
(Hierbei liegt allerdings natürlich die englische Definition von "assonance" zugrunde; die Briten unterscheiden in der Regel nicht zwischen Assonanz und unreinem Reim.)
:laugh: :laugh:

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Männlich 
BeitragVerfasst: Di 10. Mär 2015, 17:41 
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Ich habe dieses Gedicht bei mir auf Platz 1 gesetzt.
Das war eine Entscheidung, die erst beim zweiten und dritten Mal lesen kam. Beim ersten Durchgang war es in etwa auf Platz 5 bei mir, und ist immer weiter nach oben gerückt, bis ich mich dann kurz vor Schluss entschieden habe es sogar auf den ersten zu schieben.

Gründe dafür gab es mehrere. Zum einen das, was Pate bei dem Elfchen schon meinte: Manchmal ist weniger mehr. Bei einigen Gedichten musste ich mich zwingen, sie vollständig zu lesen und nicht nur zu überfliegen. Hier habe ich es vollständig gelesen, und alles was ich gelesen habe gefiel mir sehr gut. Das gab es bei keinem anderen Gedicht.
Jedes Mal, wenn ich dieses Gedicht erneut gelesen habe, wurde es besser. Es spricht sich sehr flüssig. Mir ist kein einziger Fehler aufgefallen, nirgendswo holpert es. Im Gegenteil, es gleitet einem so leicht über die Lippen, dass man es eigentlich automatisch noch einmal lesen will, um es vollständig zu Erfassen.

"Das Bild", durch die Mehrfachbelegung des Wortes "Bild" schön doppeldeutig, ist ein schönes Thema für ein Gedicht. Da kann man sich gleich ein Bild davon machen, worum es geht (hihi :nerd: ).

Sehr gefallen hat mir der vorletzte Vers. Auf ewig deinen Namen tragen. Das Wort "ewig" ist - wenn richtig eingesetzt - für mich eigentlich immer ein gigantischer Pluspunkt :D Warum weiß ich nicht. Ich mag es einfach.
Und irgendwie hat mich diese Zeile zum Nachdenken angeregt. Das hat mich beeindruckt.
Die letzte Zeile gefiel mir vor allem wegen dem gut passenden Reim zur ersten Zeile. Allgemein ist das Reimschema sehr überzeugend, und keinesfalls eines von den (in meinen Augen) langweiligen.

Nunja, bedingt durch diese positiv genannten Punkte und kein einziger negativer Punkt, der mir aufgefallen ist, gab es beim direkten Vergleich mit anderen Gedichten nie einen Grund, dieses hier schlechter zu bewerten, also darunter zu setzen.
Das machte dann für mich den ersten Platz aus.

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“Maybe there are copies of me on countless world lines. Maybe all their minds are connected, forming a single “me.” That sounds wonderful, don’t you think? Being in all times and in all places.”


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