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Männlich 
BeitragVerfasst: So 1. Mär 2015, 20:13 
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Schwert der Hoffnung

Ein einsamer Wanderer mit zerschlissenem Kleid
Zog durch die Lande, sein Heim war verlorn
War Freund mit den Menschen und liebte die Tier
Oft ertrank er die Sorgen mit Wein und dem Bier
Doch trug er die Bürde und klagte nie Leid

Einst schlug man ihn nieder und bannte ihn
Man stahl ihm sein Schwert, das Symbol seiner Welt
Das Land das einst grünte versank im Krieg
Die Menschen sie starben und fern war der Sieg.
Der Mut für die Quest kam als ein Licht ihm erschien

Er fand das Schwert, schon verloren geglaubt
Im Herzen des Waldes am Grunde des Sees
Er reckte es hoch und rief in die Welt wer er ist
Da wurde die Flagge des Friedens gehisst
Und man setzte die Krone auf sein königlich Haupt

______________________
“Maybe there are copies of me on countless world lines. Maybe all their minds are connected, forming a single “me.” That sounds wonderful, don’t you think? Being in all times and in all places.”


Zuletzt geändert von Wolfsblut am Mo 9. Mär 2015, 23:01, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel angepasst.


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Männlich 
BeitragVerfasst: Mo 9. Mär 2015, 23:21 
Pinkie Pie
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Dieses Gedicht hat von mir 12 Punkte bekommen (Platz 1). Es hat mir von den zu bewertenden Gedichten eindeutig am besten gefallen - und dies, obwohl es Fehler enthält, wie ich gleich ausführen werde.
Das Thema des Gedichtes wird glaubhaft präsentiert, die Vokabeln passen zum gewählten Sujet und wirken nicht gekünstelt; man merkt, dass der Autor sich mit dem Themenbereich nicht das erste Mal befasst hat. Sehr gut gefallen hat mir der Rhythmus: Das Gedicht ist im wesentlichen daktylisch geprägt, wobei - mit Ausnahme des zweiten Verses - ein Auftakt vorliegt; die Versfüße sind teilweise füllungsfrei, dennoch bleibt ein einheitlicher Grundrhythmus erhalten, der gut zum - möglicherweise zu Pferde - Durch-die-Lande-Ziehen passt. Die Kadenzen sind durchweg männlich, was nicht nur einheitlich, sondern in diesem Fall auch sehr passend ist, da das Thema ja auch sehr maskulin ist. Das hat mir sehr gut gefallen. Auch das Reimschema (AXBBA) hat mir gut gefallen, die Reime wirken nicht billig.
Wie oben erwähnt, sind jedoch Fehler enthalten. Da ist zum einen ein Wortfehler: Das Wort "ertrank" ergibt an der Stelle, an der es steht (V. 4), keinen Sinn, denn es ist die Präteritumform von "ertrinken". Das Verb, um das es hier geht, ist jedoch "ertränken" - und hiervon lautet das Präteritum "ertränkte".
Zwei weitere Probleme - ich bin geneigt, sie als Fehler zu bezeichnen - beziehen sich auf das Metrum. In Vers 6 fehlt am Ende - vor dem "ihn" - eine weitere unbetonte Silbe; der Vers ist dadurch zu kurz und der Rhythmus gerät aus den Fugen, was insbesondere deshalb sehr deutlich wird, da der entsprechende Reimvers (V. 10) ziemlich lang ist. Selbst wenn man sich jetzt argumentativ dahin flüchten wollte, dass der Vers hier genauso niedergeschlagen wurde wie der Protagonist - das bewahrt das Gedicht leider nicht davor, dass man diesen Vers nicht gut lesen kann. Zum anderen ist Vers 13 zu lang; das ist nicht ganz so schlimm wie bei Vers 6, doch es holpert schon auch sehr deutlich. Vers 15 ist genauso lang wie Vers 13, da ist es kein Problem. Woran das liegt? Bei Vers 15 kommt eine zusätzliche unbetonte Silbe im Auftakt dazu, das geht beim Sprechen fast immer ohne größere Probleme rein.
Nicht ganz so schön ist außerdem der "Wanderer" ist Ves 1. Hätte der Autor daraus den "Wandrer" gemacht, wäre der Vers runder - aber das würde ich, jedenfalls im Rahmen dieses Wettbewerbs, nicht als Fehler ansehen.

Trotz der genannten Probleme hat es dieses Gedicht bei mir auf Platz 1 geschafft. Dies liegt zum einen daran, dass die negativen Punkte in diesem Fall durch die angeführten positiven Punkte ausgeglichen werden, zum anderen aber auch daran, dass die anderen Gedichte eben einfach die Fehler dieses Gedichts nicht nutzen konnten.

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»Was kostet die Welt?«

»Oh. Dann ne kleine Limo, bitte!«


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Männlich 
BeitragVerfasst: Di 10. Mär 2015, 17:52 
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Minibildchen

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Ich finde auf jeden Fall sehr sympathisch, dass du mehr positive Dinge erkennst, als ich jemals beim Schreiben überhaupt bemerkt habe :nerd:
Das zeugt ja davon, dass ich einiges einfach kann, ohne bewusst darauf zu achten :cool:

Zum BeitragDer_Pate hat geschrieben:
Auch das Reimschema (AXBBA) hat mir gut gefallen, die Reime wirken nicht billig.

Ich steh auf dieses Reimschema, und fand das auch für die Thematik recht passend.

Zum BeitragDer_Pate hat geschrieben:
Wie oben erwähnt, sind jedoch Fehler enthalten. Da ist zum einen ein Wortfehler: Das Wort "ertrank" ergibt an der Stelle, an der es steht (V. 4), keinen Sinn, denn es ist die Präteritumform von "ertrinken". Das Verb, um das es hier geht, ist jedoch "ertränken" - und hiervon lautet das Präteritum "ertränkte".

Sicher, dass man umgangssprachlich nicht trotzdem "ertrank" verwendet? Ich meine du hast recht, wenn ich das jetzt so lese merke ich selbst, dass das falsch ist, ist mir aber beim Schreiben gar nicht aufgefallen, dass das eigentlich das falsche Wort ist.

Zum BeitragDer_Pate hat geschrieben:
Zwei weitere Probleme - ich bin geneigt, sie als Fehler zu bezeichnen - beziehen sich auf das Metrum. In Vers 6 fehlt am Ende - vor dem "ihn" - eine weitere unbetonte Silbe; der Vers ist dadurch zu kurz und der Rhythmus gerät aus den Fugen, was insbesondere deshalb sehr deutlich wird, da der entsprechende Reimvers (V. 10) ziemlich lang ist.

Ja, diese Stelle hat mich selbst auch gestört. Mir fiel allerdings keine Alternative ein, in der Zeit die ich überlegt habe, die passend klingt und trotzdem denselben Sinn enthält.
Da ist es ärgerlich, dass ich so spät begonnen habe zu schreiben. Ich hatte insgesamt etwa eine dreiviertel Stunde für das Gedicht, und diesen Punkt konnte ich in den letzten 10 Minuten nicht mehr ausbügeln.
Tatsächlich schade, aber so hab ichs dann trotzdem noch eingesendet.

Danke dir auf jeden Fall für deine Kritik (:
Bin beim nochmaligen Lesen, als ich die anderen Gedichte auch gelesen habe, ein wenig kritischer mit mir gewesen als du. Ich hätte mein Gedicht in meiner Rangliste wohl auf Platz 5 oder 6 eingeordnet. Eben weil es beim Lesen an einigen Stellen ein wenig holpert.

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Männlich 
BeitragVerfasst: Di 10. Mär 2015, 18:08 
Pinkie Pie
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Minibildchen

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Zum BeitragWolfsblut hat geschrieben:
Ich finde auf jeden Fall sehr sympathisch, dass du mehr positive Dinge erkennst, als ich jemals beim Schreiben überhaupt bemerkt habe :nerd:

Ich hoffe, Du bist nicht beleidigt, wenn ich zugebe, dass ich davon ausgegangen bin, dass Du es beim Schreiben nicht bemerkt hast. :nerd: :laugh: Aber ich sehe das auch wie Du, das habe ich beim Schreibwettbewerb schon bei ein paar Geschichten geschrieben: Manche Leute haben einfach ein gewisses Talent, intuitiv ästhetische Lösungen zu finden. :smile: Wenn man dann trotzdem beginnt, sich theoretisch ein bisschen mit der Materie auseinanderzusetzen, werden die Gedichte oder Geschichten aber auch bei diesen Leuten vielleicht noch besser, wer weiß. :girl:

Zum BeitragWolfsblut hat geschrieben:
Sicher, dass man umgangssprachlich nicht trotzdem "ertrank" verwendet?

Eigentlich schon ziemlich sicher, ja. :laugh: Denn "ertrank" bedeutet ja was anderes und diese andere Bedeutung ist wohl den meisten Deutschsprechern auch klar. Das ist ja nicht so wie bei "fragt", wo man manchmal umgangssprachlich "frägt" sagt. Das kann man (abgesehen davon, dass es scheiße klingt) machen - weil "frägt" nichts bedeutet, sondern ein umgangssprachliches Phantasiewort ist.
Aber das Vergleichsbeispiel zeigt gut, dass man es auch dann vermeiden sollte, wenn es umgangssprachlich gebraucht würde; denn "frägt" will ja auch niemand in einem Gedicht lesen.

Als schnelle Alternative bietet sich halt "Oft ertränkt' er die Sorgen mit Wein und dem Bier" an; hier dann mit Pflichtapostroph, da die Elision anderenfalls nicht klar ersichtlich ist. Das wäre wie gesagt die schnelle Lösung, optimal ist sie natürlich nicht. Vielleicht fällt Dir ja noch eine Umformulierung für den Vers ein. :smile:

e: "Oft ertränkte er Sorgen mit Wein und mit Bier" fällt mir gerade noch ein, das gefällt mir eigentlich ganz gut. Oder statt "und mit Bier" alternativ "und auch Bier"; dieses "und dem Bier" hatte mich eh etwas gestört. Aber jetzt hör ich auf, in Deinem Gedicht rumzupfuschen. :laugh:

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